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Ehrenmorde 2016

Maria Ladenburger

geboren: 1996
ermordet: 16. Oktober 2016
Wohnort: Freiburg
Herkunft: Opfer: Deutschland, Täter: Afghanistan
Kinder: keine
Täter: Hussein K. (zur Tat angebl. 17 J.)

Hussein kommt 2015 als unbegleiteter Jugendlicher aus Afghanistan nach Deutschland und lebt bei einer Pflegefamilie in Freiburg. Maria studiert Medizin in Freiburg und engagiert sich in der Flüchtlingshilfe.

Am 15. Oktober 2016 geht sie auf eine Studentenparty, die sie nach Mitternacht verlässt. Auf dem Weg nach Hause wird sie vergewaltigt und ermordet. Am nächsten Tag findet man ihre Leiche im Fluss. Die Todesursache ist Ertrinken.

Am Tatort werden ein Haar und DNA gefunden. Anfang Dezember wird Hussein festgenommen. Aus dem, was man bisher weiß, kann man nicht eindeutig auf ein Ehrmotiv schließen. Wenn Hussein mordete, um die Vergewaltigung zu vertuschen, ist diese Tat kein Ehrenmord.

Ein Ehrenmord könnte es sein, wenn der Fall liegt wie folgt: Maria und Hussein kannten sich aus der Flüchtlingsarbeit. Möglicherweise wies sie seine Avancen zurück. Er wollte das nicht akzeptieren und setzte seinen Anspruch mit Macht durch.

Über die Festnahme berichtet die Tagesschau zunächst nicht. Es wird darüber diskutiert, ob der Grund dafür ist, dass der Täter ein Flüchtling aus Afghanistan ist.

Es ist gut möglich, dass Hussein älter ist und bei der Einreise sein wahres Alter verschwiegen hat. Damit bekommt er eine bessere Behandlung als Flüchtling (Pflegefamilie statt Turnhalle), und er würde unters Jugendstrafrecht fallen. Später kommt heraus, dass Hussein bereits 2013 in Griechenland eine Frau überfallen und schwer verletzt hat. Auch damals gab er als Alter 17 Jahre an. Er wurde dafür zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Nach 1,5 Jahren kam er durch eine Amnestie der Tsipras-Regierung frei. Mit ihm wurden Anarchisten und Linksterroristen symbolträchtig aus der Haft entlassen. Hussein musste sich einmal im Monat bei den Behörden melden, was er nicht tat. Stattdessen tauchte er unter und gelangte nach Deutschland. Es gab keinen internationalen Haftbefehl aus Griechenland.

Im Februar 2017 stellt ein Gutachten fest, dass der Täter zur Tat mindestens 22 Jahre alt war, also nicht mehr nach Jugendstrafrecht verurteilt werden kann.

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