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Ehrenmorde 2013

Sampre B.

geboren: 1984
erstochen: 14. Oktober 2013
Wohnort: München-Giesing
Herkunft: Griechenland/Grenze Türkei
Kinder: 2 Söhne (zur Tat 6 u. 8 J.)
Täter: ihr getrennt lebender Ehemann Taifoun A. (33 J.)

Taifoun gehört zur türkischen Minderheit in Griechenland, kommt aus der griechisch-türkischen Grenzregion und ist Moslem. Er heiratet vermutlich etwa 2005 Sampre. Sie bekommen zwei Söhne.

Anfang 2011 kommt die Familie nach Deutschland. Spätestens mit dem Umzug kriselt es in der Beziehung. Es gibt mehrere aktenkundige Vorfälle häuslicher Gewalt. Taifoun droht, seiner Frau Säure ins Gesicht zu schütten oder sie „abzustechen“. Zweimal zieht Sampre ihre Klage zurück und verweigert die Aussage. 2013 schafft sie es doch, und Taifoun wird vom Gericht der Wohnung verwiesen. Ein Kontaktverbot wird verhängt.

Doch Taifoun, der wohl nur türkisch spricht und als Küchenhilfe arbeitet, hält sich nicht daran. Am 1. Oktober 2013 lauert er seiner Frau im Treppenhaus auf und ersticht sie. Eine Nachbarin alarmiert die Polizei. Der Notarzt kann nur noch Sampres Tod feststellen. Die Söhne sind zur Tatzeit in der Schule und im Kindergarten. Später stellt Taifoun sich der Polizei. Die Söhne werden in Obhut des Jugendamts gegeben.

Es heißt, beim Abtransport der Leiche hätten Verwandte des Täters geweint – allerdings nicht um die tote Frau, sondern um Taifoun, der sich jetzt in Haft befindet.

Im Februar 2015 wird der Täter vom Münchner Landgericht zu lebenslanger Haft verurteilt. Die besondere Schwere der Schuld wird festgestellt.

Links

www.tz-online.de
www.sueddeutsche.de
www.abendzeitung-muenchen.de

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