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Ehrenmorde 2004

Ramona S.

geboren: 1982
ertränkt: 9. Oktober 2004
Wohnort: Berlin-Spandau
Herkunft: Opfer: Deutschland, Täter: Libanon
Kinder: 2 Söhne, zur Tat 2 und 3 J.
Täter: ihr Lebensgefährte Mohammed El-C., zur Tat 23 J.

Im Sommer 2001 gehen Ramona und Mohammed eine Imam-Ehe eine, also eine religiöse Verbindung, die in Deutschland nicht als Ehe anerkannt ist. Sie bekommen zwei kleine Söhne. Der Vater ist gewalttätig. Mehrfach flieht die junge Mutter, kehrt aber vermutlich gegen den Rat ihrer Familie immer wieder zurück.

Mohammed verbietet seiner Lebenspartnerin den Kontakt zu Freunden und Bekannten. Doch im Oktober 2004 möchte sie unbedingt abends ihre Cousine besuchen. Er weigert sich, auf die Kinder aufzupassen. Sie geht ins Bad, um sich fertig zu machen. Dort greift er sie an, würgt sie und ertränkt sie schließlich in der Badewanne. Ihre beiden kleinen Söhne standen vermutlich daneben.

Im Juni 2005 wird Mohammed zu lebenslanger Haft verurteilt wegen Mordes aus Rücksichtslosigkeit und Egoismus. Die beiden Kinder kommen zu Ramonas Mutter.

Im Jahr darauf hebt der Bundesgerichtshof die Entscheidung auf.

Im März 2007 findet sich folgendes in der Bildzeitung: Mohamed E. (25) würgte und ertränkte seine Frau Ramona (22). Urteil: 10 Jahre wegen Todschlags statt lebenslänglich wegen Mordes. Er habe getötet, weil er sich durchsetzen wollte, so das Landgericht Berlin. Seine nach islamischem Recht verheiratete Frau habe sich seinem Willen widersetzt, weil sie eine Cousine besuchen wollte.

Links

www.tagesspiegel.de
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