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Ehrenmorde 2011

Sebahat K.

geboren: 1973
erschlagen/erstochen: 12. Februar 2011
letzter Wohnort: Rosenheim
Herkunft: Türkei
Kinder: 2 (zur Tat 8 u. 17 J.)
Täter: ihr Exmann Tamer (zur Tat 42 J.)

Im Juni 2010 lassen sich Sebahat und Tamer scheiden. Sie haben zwei minderjährige Kinder. Tamer arbeitet in einem Imbiss. Nach der Scheidung bedroht und verprügelt er seine Exfrau mehrfach. Im März 2011 wird er wegen Körperverletzung verurteilt. Ihm droht die Abschiebung in die Türkei.

Am 12. Februar 2011 um 3.30 Uhr morgens kommt Ayse nach Hause und will sich umziehen für ihren Job in einer Bäckerei. Sie steigt aus dem Auto, der Täter schlägt sie mit einem Schlagstock nieder. Er tritt sie, brüllt, sie solle verrecken, sticht ihr 5mal ein Küchenmesser in den Rumpf und erdrosselt sie mit einem aus Strumpfhosen gedrehten Band. Dann schiebt er die sterbende Frau unter ein Auto im Hinterhof.

Da Sebahat nicht zur Arbeit kommt, rufen die Kollegen gegen 10 Uhr die Polizei. Die Beamten finden die Leiche.

Am selben Tag wird ihr Exmann durch Handyortung in einem Waldstück gefasst und gesteht die Tat. Als Motiv gibt er an, dass seine Exfrau nach der Scheidung eine neue Beziehung begonnen habe.

Im August 2011 wird Tamer vom Landgericht Traunstein zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt. Der Bundesgerichtshof lässt im März 2012 die Revision der Verteidigung zu. Ab September 2012 wird der Fall neu verhandelt. Die inzwischen 18jährige Tochter sagt aus, dass ihr Vater oft gewalttätig war: gegen die Mutter, gegen die Töchter und wohl auch gegen einen neuen Partner. Im Dezember wird das Urteil - lebenslange Haft wegen Mordes - bestätigt.

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