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Ehrenmorde 2009

Raina

geboren: 1986
mit einem Beil fast erschlagen: 11. November 2009
Wohnort: Düsseldorf
Herkunft: Opfer: Jordanien; Täter: Kuwait/Palästinenser
Kinder: 1 Sohn (zur Tat 5 o. 8 J.)
Täter: ihr getrennt lebender Ehemann (zur Tat 35 J.)

Ein arbeitsloser palästinensischer Koch und eine damals 15jährige Jordanierin heiraten 2001 und leben mit ihrem Sohn in Düsseldorf. Der Vater hat einen deutschen Pass, Mutter und Kind bekommen vermutlich auch einen. Es kommt zu Tätlichkeiten. Einmal wird der Mann wegen gefährlicher Körperverletzung vorläufig festgenommen. Die Frau flieht in ein Frauenhaus und zieht wohl im Sommer 2009 mit ihrem Sohn in eine eigene Wohnung. Der Palästinenser will sich nicht damit abfinden und beginnt, sie zu stalken.

Am 11. November 2009 schlägt er auf offener Straße mit einem Beil auf seine Frau ein. Einen Passanten, der zu Hilfe eilt, bedroht er mit der Gaspistole, lässt dann aber von seinem Opfer ab. Die Frau überlebt schwer verletzt. Er selbst hat noch Medikamente, ein Messer und Rasierklingen dabei, vermutlich um sich nach der Tat selbst das Leben zu nehmen. Möglich ist aber auch, dass er im Fall eines Prozesses seine Entlastung aufgrund von Schuldunfähigkeit bereits vorbereiten will.

Ende März 2010 wird Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Die Verteidigung hält dagegen, der Täter sei nicht schuldfähig. Im Mai 2010 verzögert sich der Prozess, weil der Angeklagte in der Nacht vor Prozessauftakt eine Überdosis Tabletten nimmt. Neue Gutachten werden angeordnet.

Im August 2010 wird der Täter vom Landgericht Düsseldorf wegen gefährlicher Körperverletzung zu 6,5 Jahren Haft verurteilt. Die Namen von Täter und Opfer sind bislang nicht bekannt.

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