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Ehrenmorde 2020

Guiseppe

geboren: 1994
erstochen: 7./8. März 2020
Wohnort: Köln
Herkunft: Opfer: Sizilien; Täter: Irak
Kinder: 1 Tochter (zur Tat 5 J.)
Täter: Rechuas B. (25 J.), Bruder seiner Freundin

Guiseppes Familie kommt aus Sizilien, er wohnt mit seinem Vater in Köln und arbeitet als Kellner. Am 8. März 2020 kommt er in den frühen Morgenstunden von der Arbeit und gerät in Streit mit Rechuas, dem Bruder seiner irakischen Freundin oder Exfreundin. Rechuas ersticht ihn und lässt ihn auf der Straße verbluten. Ein Autofahrer ruft den Notarzt.

Später wird die Leiche nach Sizilien überführt und beerdigt. Über 10 Tage nach der Tat wird ein Verdächtiger (24 J.) festgenommen, danach 2 weitere Verdächtige (24 u. 23 J.). In Haft bleibt nur der Hauptverdächtige, gegen den im November 2020 der Prozess am Kölner Landgericht beginnt.

Vor Gericht heißt es, Guiseppe habe die Schwester des Angeklagten als Hure bezeichnet und von 2 Abtreibungen gesprochen. Das könnte auf ein Ehrmotiv hinweisen. Es kann aber auch ein spätpubertärer Streit im Alkoholrausch gewesen sein. Die irakische Schwester verweigert die Aussage. Auch vor Gericht wird nicht klar, was sich das Opfer von der Konfrontation mit den Brüdern seiner Freundin erhoffte.

Die Beteiligung der anderen beiden Verdächtigen soll erst später verhandelt werden. Einer der beiden ist der Bruder des Hauptverdächtigen. Rechuas wird im Dezember zu 4 Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt.

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